Was sind Stolpersteine?

Sie sind 10 x 10 cm groß, aus Beton gegossen, mit einer Messingtafel versehen und werden in öffentliche Gehwege bündig eingelassen, damit niemand durch sie zu Schaden kommen kann. Und trotzdem heißen sie “Stolpersteine”, denn wer sie im Vorübergehen sieht, soll im Geiste darüber stolpern, kurz innehalten und die Eingravierung lesen.

Unter der Überschrift “Hier wohnte...” wird damit direkt vor dem Wohnhaus des Naziopfers ein Stück Geschichte in unser alltägliches Leben zurückgeholt. Stolpersteine sollen ein Zeichen der Erinnerung sein, sollen die Opfer des NS-Regimes aus der Anonymität herausholen, dort, wo sie gelebt haben.

Um den Ort, an dem man lebt, zu verstehen, ist es auch wichtig, seine Geschichte zu kennen.

Der Gedanke zu solchen Stolpersteinen stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der seit November 2000 ca. 40.000 von ihnen in Köln, Hamburg, Berlin und über 1000 weiteren Städten in 16 Ländern verlegt hat. Stolpersteine liegen inzwischen auch in unserer Nachbarschaft in Offenbach, Dietzenbach, Egelsbach und Dreieichenhain.

Seit März 2007 wurden 87 Steine und eine Stolperschwelle für Zwangssterilisierte in Langen verlegt. Außerdem wurde eine Gedenktafel für die Langener Euthanasie-Opfer am Friedhof angebracht.

Die Stolpersteine wurden über Patenschaften finanziert. Pate sind Privatpersonen, Parteien, Firmen, Vereine, Schulklassen und Schulen.