Stolpersteine für Langen

Initiative gegen das Vergessen

Die Initiative Stolpersteine für Langen wurde im Juni 2006 gegründet, nachdem in Langens Nachbarschaft (Offenbach, Dietzenbach, Dreieichenhain) bereits Stolpersteine verlegt worden waren. Etwa 20 Langener Bürgerinnen und Bürger verschiedenster politischer und religiöser Richtung fanden sich zusammen, um ein Zeichen der Erinnerung an die Langener Opfer des Nationalsozialismus zu setzen und deren  Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren.

In regelmäßigen Treffen wurde die Verlegung von 87 Steinen, einer Stolperschwelle für die Zwangssterilisierten und die Anbringung einer Gedenktafel für die Euthanasieopfer vorbereitet: Der Kontakt zu dem Initiator der Stolpersteine, dem Künstler Gunter Demnig wurde aufgenommen und Inhalte sowie Termine mit ihm abgestimmt. Hauptarbeit war die Recherche der Biografien der Opfer, von denen oft nur Name, Geburts- und Sterbedatum bekannt waren. Archive mussten aufgesucht und Akten gewälzt werden, Zeitzeugen befragt und Zeitungen durchsucht werden.

Die Ergebnissen wurden in Familen-Biographien zusammengefasst und diese – zusammen mit den umfangreichen gesammelten Materialien, in Ausstellungen veröffentlicht.
Vor jeder Verlegung wurde eine Gedenkveranstaltungen organisiert und die Langener Öffentlichkeit ausführlich über die Presse informiert. Dieser hatten wir unser Material zur Verfügung gestellt, wovon sie mit zahlreichen Artikeln auch eifrig Gebrauch machte.

Alle Steine wurden durch Patenschaften finanziert. 120.-€ musste ein Pate für eine Stein-Patenschaft bezahlen, auch Teil-Patenschaften waren möglich.

Mit der sechsten Verlegeaktion (April und August 2014) ist die Arbeit der Initiative abgeschlossen. Alle bekannten Opfer wurden berücksichtigt damit die Verbrechen der Nazizeit, die auch unsere Stadt Langen betrafen, nie vergessen werden.